Unwetter in Hagenow: Dank schneller Hilfe größere Schäden im Krankenhaus abgewendet

Notaufnahme kurzzeitig abgemeldet / Patientenversorgung durchgehend sichergestellt

Das heftige Unwetter vom Montagabend (13. Juli 2026) hat auch am Standort Hagenow der LUP-Kliniken Spuren hinterlassen: Nach dem sofortigen Einsatz gegen eindringendes Regenwasser sind am Tag danach kleinere Schäden am Gebäude festzustellen. Dank des überlegten und besonnenen Handelns vor Ort konnten größere Schäden verhindert werden. Patienten und Mitarbeitende waren zu keiner Zeit gefährdet.

„Mit dem Starkregen in der Zeit von 17.45 Uhr bis 18.20 Uhr mussten erhebliche Wassermassen die Ableitungssysteme passieren. Das Drainagerohr in der Flachdachkonstruktion über der Notaufnahme konnte dem nicht standhalten, sodass Wasser ins Gebäude gelangte. In der Radiologie stand das Wasser bis zu 5 Zentimeter hoch. Auch die Notaufnahme war betroffen, das Regenwasser gelangte durch die Zwischendecke in die Räume“, bestätigt Dr. Matthias Endler als Ärztlicher Direktor und Mitglied der Klinikleitung. 

Als Ärztlicher Leiter der Notaufnahme informierte Matthias Edler die Einsatzleitung, meldete die Notaufnahme ab und rief hausintern Einsatzkräfte der Bereiche Technik und Medizintechnik zusammen. „Wir haben uns sehr schnell einen Überblick verschafft. Da der Notruf und somit die Feuerwehr als externe Unterstützung aufgrund der zahlreichen Einsätze überlastet war, setzten wir auf Selbsthilfe.“ 
Und die hat sehr gut funktioniert. Alle verfügbaren Nasssauger kamen zum Einsatz. „Wir hatten selbst 12 Geräte im Betrieb. 40 Kollegen halfen dabei, Radiologie, Notaufnahme, Sterilisation und Lager zu trocknen.“ Für zusätzliche Hilfe sorgten Bürgermeister Thomas Möller, der Kameraden der Feuerwehr inklusive Nasssauger zum Krankenhaus schickte sowie die Feuerwehren Wittenburg und Ludwigslust, die ebenfalls Nassauger zur Verfügung stellten. Ein regionales Unternehmen stellte Bautrockner zur Verfügung, ebenso wie Krankenhaus-Mitarbeiter, die von zuhause aus Gerät mitbrachten.

„Ich kann durchaus sagen, dass hier alles richtig gut ablief. Die Kollegen handelten vorbildlich, nahmen wichtige Geräte sofort vom Strom und brachten sensible Gegenstände in Sicherheit. Wir waren zu jeder Zeit in der Lage, operieren zu können. Glücklicherweise war dies nicht nötig. Um 21.35 Uhr haben wir die Notaufnahme eingeschränkt angemeldet. Um 22.20 Uhr war die Notfallversorgung wieder komplett im Betrieb“, so Dr. Matthias Endler. „Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir alle Geräte freigetestet. Das bedeutet, dass insbesondere Hochvoltanlagen wie das CT durchgemessen werden müssen, um mögliche Schäden auszuschließen.“

Alle Patienten konnten gut versorgt und behandelt werden. Im Zeitraum der Abmeldung gab es 3 akute Fälle. Patienten im Liegendtransport (RTW) waren vorübergehend vorsorglich auf andere Kliniken umgeleitet worden. 
„Ich möchte, auch im Namen der Klinikleitung allen herzlich danken, die in der Unwetter-Situation zur Stelle waren und unser Krankenhaus vor schlimmeren Schäden bewahrt haben. Der Standort Hagenow der LUP-Kliniken arbeitet ohne Einschränkungen“, stellt der Ärztliche Direktor fest.

Pressemitteilung vom 14. Juli 2026